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Projekt: AUFKLÄRUNG UND SCHULUNG VON BETROFFENEN ÜBER SARKOIDOSE, BEHANDLUNG, LEBENSWEISE UND PSYCHOSOZIALE UNTERSTÜTZUNG
1. PROJEKTZUSAMMENFASSUNG
Das Projekt zur Aufklärung und Schulung von Menschen mit Sarkoidose über die Erkrankung, Therapiemöglichkeiten, Lebensführung und psychosoziale Unterstützung richtet sich an Betroffene, die Hilfe bei der Bewältigung der Diagnose, dem Verständnis des Befunds und der Vorbereitung auf den Behandlungsablauf benötigen. Je nach Stadium und Ausmaß der Erkrankung werden medizinische Eingriffe sowie die Wirkungsweisen und Nebenwirkungen von Medikamenten erläutert, welche die körperliche Verfassung, die psychische Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit beeinflussen können. Ebenso umfasst das Projekt die Orientierung bei der Beantragung sozialer Leistungen und des Behindertenstatus sowie Hinweise zum Einholen ärztlicher Zweitmeinungen.
Durch dieses Projekt stellt die Vereinigung verlässliche Informationen und psychosozialen Beistand bereit und integriert Betroffene über den digitalen Austausch und alltägliche Unterstützung in die Gemeinschaft.
Die Zielgruppe umfasst an Sarkoidose erkrankte Personen, Angehörige, medizinisches Fachpersonal sowie Fachkräfte aus dem Sozialwesen.
Zu den Projektmitteln gehören gedrucktes Informationsmaterial, digitale Informationskampagnen, Übersetzungen wissenschaftlicher Fachartikel sowie die Vernetzung der Zielgruppen über den Online-Auftritt und spezialisierte Foren.
2. ÜBER DIE ORGANISATION
Die Vereinigung der Sarkoidose-Betroffenen entstand als Antwort auf zentrale Fragen und dringende Bedürfnisse von Erkrankten.
Ziel der Vereinigung ist es, Menschen mit Sarkoidose und deren Familien umfassende Hilfestellung im Alltag zu bieten.
Da Betroffene nach der Diagnose dieser seltenen und oft chronischen Erkrankung vor zahlreichen offenen Fragen bezüglich Therapie, Prognose und Lebensstil stehen, setzt sich die Vereinigung folgende Kernziele:
1. Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Krankheitsbild Sarkoidose;
2. Aufklärung und Schulung der Betroffenen über Krankheitsverlauf und Alltagskompetenzen;
3. Förderung der interdisziplinären Vernetzung von Fachärzten zur Früherkennung und Behandlungsoptimierung;
4. Einsatz für die sozialen Rechte und den Versorgungsanspruch von Menschen mit Sarkoidose.
Sarkoidose ist eine chronisch-entzündliche Systemerkrankung, die durch die Bildung mikroskopischer Knötchen (Granulome) in verschiedenen Geweben gekennzeichnet ist. Häufig sind Lunge, Lymphknoten, Augen, Gelenke und Haut betroffen, gelegentlich auch Herz, Leber oder Nervensystem.
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3. PROBLEMSTELLUNG UND BEDARF
Sarkoidose-Erkrankte sehen sich oft erheblichen gesundheitlichen, beruflichen und sozialen Herausforderungen gegenüber.
Typische Herausforderungen im Alltag sind:
- Späte Diagnosestellung, die zu dauerhaften Funktionseinschränkungen führen kann;
- Unvorhersehbarer, schubweiser Verlauf mit ausgeprägter Erschöpfung;
- Mangel an leicht verständlichen Informationen über Ursachen, Prognosen, Therapien und Medikamentennebenwirkungen;
- Notwendigkeit spezieller Lebensstilanpassungen (z. B. Ernährung, Vermeidung übermäßiger Sonnenexposition oder Kalziumregulation);
- Vorbeugung von Begleitinfektionen bei beeinträchtigtem Immunsystem;
- Umgang mit chronischen Schmerzen und Fatigue;
- Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit und Bewältigung des Alltags;
- Bürokratische Hürden bei der Anerkennung von Erwerbsminderung oder Schwerbehinderung;
- Fehlender Zugang zu rechtlicher und psychologischer Beratung.
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4. PROJEKTZIELE
Neben den satzungsgemäßen Hauptzielen der Vereinigung verfolgt das Projekt konkrete operative Ziele:
- Breitenwirksame Aufklärung über seltene granulomatöse Erkrankungen;
- Stärkung der Patientensouveränität durch fundierte Wissensvermittlung;
- Unterstützung des interdisziplinären Austauschs zwischen medizinischen Fachbereichen;
- Vertretung der Patienteninteressen im Gesundheits- und Sozialwesen.
Konkrete Einzelmaßnahmen:
- Herausgabe eines kompakten Ratgebers für Neudiagnostizierte zur Auslage in Kliniken, Praxen und im Online-Bereich;
- Erstellung von Informationsmaterialien zur Sichtbarmachung der Erkrankung im öffentlichen Raum;
- Ausbau des Informationsportals mit Übersetzungen internationaler Studien, Ernährungs- und Alltagstipps sowie Hinweisen zu Patientenrechten;
- Betreuung digitaler Austauschplattformen zur gegenseitigen Unterstützung und Wissensbildung;
- Durchführung von Schulungen und Informationsveranstaltungen für Betroffene und Angehörige;
- Förderung der Zusammenarbeit mit europäischen Partnerorganisationen und Fachgesellschaften;
- Kontinuierlicher Dialog mit Sozialversicherungsträgern, Behörden und der Öffentlichkeit.
5. AKTIVITÄTEN UND UMSETZUNG
Die Umsetzung dieser Vorhaben erfolgt durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder sowie engagierte Fachgruppen, die gezielt an der Realisierung der einzelnen Projektschritte arbeiten.
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