Pityriasis rosea – Röschenflechte

Pityriasis rosea – mögliche Folge einer verminderten Immunabwehr
#Pityriasis
Sarkoidose – die Schneeflockenkrankheit

Pityriasis rosea ist eine entzündliche Erkrankung, die durch verstreute schuppende Papeln oder Plaques gekennzeichnet ist. Eine Behandlung ist gewöhnlich nicht erforderlich.

Pityriasis rosea (PR) tritt am häufigsten im Alter zwischen 10 und 35 Jahren auf. Frauen sind häufiger betroffen; die höchste Inzidenz wird in gemäßigten Klimazonen während der kalten Monate beobachtet. Als Ursache kommt eine Virusinfektion infrage.

Symptome und Anzeichen
Die Erkrankung beginnt klassischerweise mit einer einzelnen primären, sogenannten Herald-Plaque von 2–10 cm Durchmesser am Rumpf oder an körpernahen Abschnitten der Extremitäten. Nach 7–14 Tagen folgt ein generalisiertes, zentripetales Auftreten rosafarbener bis bräunlicher ovaler Papeln und Plaques mit einem Durchmesser von 0,5–2 cm.

Die Veränderungen haben einen schuppenden, leicht erhabenen Rand (Kragen- oder Collarette-Schuppung) und können einer Tinea corporis ähneln. Die meisten Patientinnen und Patienten klagen über Juckreiz, bei einigen ist er sehr stark. Bei schwarzen Menschen, Kindern und Schwangeren können Papeln ohne oder mit nur geringer Schuppung überwiegen. Die rosa oder bräunliche Färbung ist bei schwarzen Menschen möglicherweise nicht deutlich sichtbar. Bei ihnen tritt auch häufiger eine inverse PR auf, bei der Veränderungen in den Achselhöhlen oder der Leiste auftreten und sich zentrifugal ausbreiten.

Klassischerweise richten sich die Veränderungen entlang der Hautspaltlinien aus. Wenn am Rücken zahlreiche Läsionen auftreten, entsteht dadurch ein Muster, das an einen Weihnachtsbaum erinnert. Bei einer Minderheit der Patientinnen und Patienten gehen den Hautveränderungen Prodromalsymptome wie Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen voraus.

Diagnose
Die Diagnose beruht auf dem klinischen Erscheinungsbild und der Verteilung der Hautveränderungen. Zur Differenzialdiagnose gehören Tinea corporis, Tinea versicolor, arzneimittelbedingte Ausschläge, Psoriasis, Parapsoriasis, chronische Pityriasis lichenoides, Lichen planus und das sekundäre Stadium der Syphilis.

Eine serologische Untersuchung auf Syphilis ist angezeigt, wenn Handflächen und Fußsohlen betroffen sind, wenn die Herald-Plaque nicht sichtbar ist oder wenn die Hautveränderungen in einer ungewöhnlichen Reihenfolge oder Verteilung auftreten.

Behandlung
Eine Behandlung ist gewöhnlich nicht erforderlich, da sich die Hautveränderungen meist innerhalb von fünf Wochen zurückbilden und Rückfälle selten sind. Künstliches oder natürliches Sonnenlicht kann die Rückbildung beschleunigen. Juckreiz kann bei Bedarf mit lokal angewendeten Kortikosteroiden, oral eingenommenen Antihistaminika oder anderen lokalen Maßnahmen behandelt werden.

Quelle: http://www.msd-prirucnici.placebo.hr/msd-prirucnik/dermatologija/psorijaza-i-bolesti-pracene-ljuskanjem/pityriasis-rosea

Rating: 0 stars
0 votes